| Auch
wer die Küste als eigentliches Ferienziel vorzieht
- diese Orte muss man gesehen haben. Zunächst Massa
Marittima, das Juwel im nördlichen Hinterland der
Maremma (ca. 61 km von Grosseto). Die "Piazza Garibaldi"
- mit prächtigem Dom und beeindruckenden Palazzi
- ist mehr als nur einen Blick wert und zeugt von der
Blütezeit der Stadt im 11. - 13.Jh. 20 km nordwestlich
Montieri. Die mittelalterliche, burggekrönte Ortschaft
lebt vor allem von ihrer Höhenlage (704 m), einem
voralpenähnlichen Klima und der ländlichen Abgeschiedenheit.
Letzteres trifft in ähnlicher Form auch auf die Städtchen
Poggi del Sasso, Campagnatico, Roccatederighi und Ribolla
zu.
Von
Grosseto aus in südöstlicher Richtung sollten
Sie nach rund 33km Station in Scansano machen. Schön
sind die Ausblicke aufs Meer; vorzüglich mundet
der "Morellino di Scansano". Statt Wein doch
lieber Schwefelquellen ? Die gibt es nach weiteren 27
km in Saturnia. Mit einer Temperatur von 37°C sprudeln
sie ca. 5 km vom Ortszentrum entfernt aus der Erde.
Über
Manciano oder Sovana gelangt man nach Pitigliano, auf
einem hohen, von Schluchten umgebenen Tuffsteinrücken,
den die mittelalterlichen Häuser wie mächtige
Mauern umgeben. Die Illusion eines nicht aus Tuff gebauten,
sondern direkt in den Stein gehauenen Dorfes wird durch
die zahlreichen Aushöhlungen am Fuße - die
alten etruskischen Gräber - noch verstärkt.
Auf
dem Rückweg zur Küste schließlich das
mittelalterliche Capalbio, nur 10 km vom Meer auf den
Grenzhügeln zu Latium, das vor allem durch Wildschweinbraten,
Intellektuelle und Künstler bekannt wurde. Inder
Nähe schuf Niki de Saint Phalle ihren "Giardino
dei Tarocchi". So magisch-esoterisch wie das Kartenspiel
ist auch dieser Wundergarten - zugänglich für
jedermann.
|